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Gauteng

Wie alt die Siedlungsgeschichte Südafrikas eigentlich ist, zeigt sich nirgendwo deutlicher als in der Provinz Gauteng. Hier nämlich liegt die „Wiege der Menschheit“, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Johannesburg entfernt. In dem unter dem Schutz der UNESCO stehenden Gebiet finden Forscher auch heute noch Millionen Jahre alte Fragmente, die ihnen möglicherweise bei der exakten Rekonstruktion der Geschichte unserer Vorväter helfen.

Gauteng

Gauteng ©iStockphoto/Francesco Dazzi

Obwohl Gauteng die flächenmäßig kleinste Provinz ist, leben hier die meisten Menschen. Kein Wundern, die Region beherbergt mit Johannesburg und Pretoria ja auch gleich zwei der größten Städte Südafrikas. Ursache für dieses große Einwohnerwachstum war einst die Entdeckung riesiger Goldvorkommen in der Region um Witwatersrand. Den Goldsuchern folgten Händler, den Händlern Siedler und so entstanden bald die beiden Metropolen, die heute das Finanzzentrum Südafrikas bilden.

Johannesburg ist ein Moloch, ein Schmelztiegel, ein alles verschlingendes Ungeheuer. Arm und Reich treffen hier aufeinander, Glanz und Elend. Ein klassisches Touristenziel ist die Stadt nicht. Ja mehr noch: Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate in diesem Gebiet sehen viele Touristen – leider zu Recht – von einem Besuch dieser Megapolis ab.


Pretoria, Südafrikas Hauptstadt, liegt etwa 50 Kilometer von Johannesburg entfernt in einem warmen, geschützten Tal. Auch sie ist kein Anziehungspunkt für ausländische Touristen, verfügt aber anders als Johannesburg wenigstens über einige wenige echte Sehenswürdigkeiten wie etwa die schönen alten Häuser rund um den Church Square, das historische Zentrum der Stadt. Klassizistisch kommen die Union Buildings daher, der Regierungssitz von Juli bis Dezember. Einige wenige viktorianische Gebäude erinnern an den britischen Einfluss. Typisch für Pretorias Stadtbild sind die zahlreichen Jacaranda-Bäume die jedes Jahr ab Oktober die Stadt in ein malvenfarbenes Blütenmeer verwandeln.

Übrigens: Die Bezeichnung Gauteng bedeutet nicht anderes als „Platz des Goldes“. Goldfunden im 19. Jahrhundert und der daraus resultierenden Goldindustrie verdankt die Provinz ihren Namen.

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