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Springbok

Eigentlich ist Springbok ein ganz normales, etwas verschlafenes Städtchen in einer Halbwüste in Südafrikas Norden nahe der Grenze zu Namibia. Die großen Springbockherden, die der Stadt ihren Namen verliehen, gibt es ebenso nicht mehr wie die reichen Kupferminen, die das ehemalige Springbokfontein zu Bekanntheit und Reichtum führten. Nur das Minenmuseum von Nababeep, einige wenige Minen und die alte Dampflok, die das Kupfer damals zur Verschiffung an die Küste brachte erinnern an diese Zeit des Aufbruchs und der Euphorie.

Springbock in Südafrika

Springbock in Südafrika ©iStockphoto/Stefano Heusch

Springbok ist verhältnismäßig gut erreichbar, es liegt genau an der Hauptverbindungsstraße, der N7, zwischen Kapstadt und Windhoek, idyllisch in relativ hügeligem Gebiet. Es ist ruhig hier, in der Hauptstadt des Namaqualandes, wo vornehmlich Sukkulenten den graubraunen Boden bedecken und der Welt kleinste Schildkrötenart lebt. Einmal im Jahr aber wird diese Ruhe jäh gestört, dann nämlich wenn milde Temperaturen und Regenfälle im August und September die die Stadt umgebende Wüste in ein Meer aus Blumen und Blüten verwandeln. Dann fallen tausende von Touristen in Springbok ein, um dieses Naturspektakel, diesen Farbenrausch, mit eigenen Augen zu sehen und sich vom Duft von Millionen Wildblumen verzaubern zu lassen.

Am beeindruckendsten zeigt sich die Pracht in der Region rund um Springbok – was der Grund dafür ist, dass das Städtchen in der Wüste gut vom Tourismus leben kann. Übrigens: angesichts Tausender Besucher, die für die Wüstenblüte zum Teil aus aller Welt kommen, empfiehlt es sich dringend, eine Unterkunft mehrere Monate im Voraus fest zu buchen – selbst der Campingplatz ist Monate im voraus ausgebucht!


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