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Nationalparks in Nordkap

Eine solch wilde, ursprüngliche Landschaft wie die in der Region Nordkap erfordert auch ganz besonderen Schutz. Einer dieser besonderen Schutzeinrichtungen ist der Richtersveld-Nationalpark an der Grenze zu Namibia. Er gilt als der letzte wilde Nationalpark Südafrikas und gehört dank seiner Ursprünglichkeit und Wildheit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Pauschaltpuristen wird man hier trotzdem nicht finden, dafür liegt der Park zu weit entfernt von den typischen Touristenzentren an der südlichen Küste des Landes.

Nationalpark in Nordkap

Nationalpark in Nordkap ©iStockphoto/Jaco Wolmarans

Für Naturliebhaber, Fotografen und Forscher jedoch ist er ein Eldorado: Hohe Berge wechseln sich ab mit weiten, kargen Landschaften, Leoparden und Paviane, Springböcke, Reptilien und noch viele andere Tierarten zeigen sich den erstaunten Besuchern. Trotz des extremen Klimas findet man hier auch eine große Anzahl an Pflanzen, die es geschafft haben, sich an diese ungewöhnlichen und harten Wachstumsbedingungen erfolgreich anzupassen.

Ganz anders präsentiert sich der Kgalagadi Transfrontier National Park: Wie der Name bereits andeutet handelt es sich um einen Nationalpark, der sich nicht nur auf südafrikanischer, sondern in diesem Fall auch auf der Seite Botswanas ausbreitet. Noch vor einigen Jahren existierte ein kleinerer park, der Kalahari Gemsbok National Park, der jedoch in diesem neuen, etwa 10.000 km² großen Schutzgebiet aufging.


Der Kgalagadi Transfrontier National Park liegt nördlich von Upington, genau an der Grenze zu Botswana. Er ist einer von wenigen Parks, in denen man noch einige Tierwanderungen beobachten kann. Trotz seiner großen Wasserarmut leben hier Löwen und Springböcke, Gnus und Antilopen, Tüpfelhyänen und sogar Giraffen, die allerdings erst neu angesiedelt wurden. Einzige Wasserquellen im Park sind Wasserlöcher, die Dank Windrädern noch mit Grundwasser versorgt werden können. Für Besucher des Parks ist die Situation besonders interessant: Da sich alle Tiere an den Wasserlöchern versammeln, weil es sonst nirgendwo Wasser gibt, kann man die Tiere auch relativ bequem und einfach beobachten.

Der Namaqua-Nationalpark ist vor allem Blumen- und Reptilienfreunden ein Begriff, findet man hier doch um die 30 verschiedenen Reptilienarten, die kleinste Schildkröte der Welt und ein Naturerlebnis der besonderen Art. In relativ regenreichen Wintern, etwa in den Monaten August und September, blüht die eigentlich karge, trockene Landschaft mit voller Kraft, ja sie legt sich regelrecht ein duftendes, buntes Festtagsgewand an. In dieser kurzen Zeit findet man hier neben den Sukkulenten vor allem Zwiebelpflanzen, Pelargonien, Stapelien oder auch Crassus. Nicht umsonst wird der Park dann auch von Tausenden Besuchern bevölkert: Eine Wanderung durch diese Blütenpracht ist ein einzigartig schönes Erlebnis.

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