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Zugfahren in Südafrika

Eine andere und durchaus empfehlenswerte Art, Südafrika für sich zu entdecken ist eine Zugfahrt. Das Schienennetz ist in ganz Südafrika gut ausgebaut, wenngleich auch nicht ganz so gut wie das Busnetz. Die Züge fahren relativ langsam, bieten so aber auch die Gelegenheit, sich die Gegend, die durchquert wird, etwas genauer anzusehen. Große Strecken legt man am besten mit dem Nachtzug zurück, der Preis für den Schlafwagen ist im regulären Preis bereits enthalten. Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine Reservierung, bei der man sich am besten auch gleich eine Platzkarte besorgt. Im Gegensatz zu den Langstreckenzügen sind die meisten Vorortzüge allerdings alles andere als empfehlenswert. Vor allem in den großen Städten wie Johannesburg kommt es in den Zügen zu den Townships häufiger zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Übergriffen.

Zugfahren in Südafrika

Zugfahren in Südafrika ©iStockphoto/Abraham Badenhorst

Bahnfahren kann aber auch mehr sein als ein schlichtes Fahren von A nach B. Gerade Freunde alter Bahnen oder gar von Dampfloks werden jederzeit bestätigen, dass gerade langsame Fahrten in liebevoll restaurierten Wagen und die charakteristische Geräuschkulisse dieser alten Züge eine ganz besondere Art des Reisens darstellen. Traumhafte Landschaften wechseln sich ab mit atemberaubenden Schluchten und weiten Steppen. Tiere ziehen vorbei, Menschen winken, das Rumpeln des Zugs auf den Gleisen und sein sanftes Schaukeln wiegen am Abend in den Schlaf. Ja, Zugfahren ist eine besondere Art des Reisens, auch und vor allem in Südafrika!

Zu den interessantesten Zügen zählt beispielsweise der Blue Train, ein Luxuszug der Extraklasse, bei dem man mindestens sechs Monate im Voraus reservieren sollte. Der Blue Train verbindet die Eleganz alter Tage mit perfektem Service an Bord und ausgesuchter Küche in stilvollem Ambiente. Dieser Luxus hat natürlich seinen Preis. Dafür kann man aber auch bequem und stilvoll von Kapstadt nach Johannesburg oder Pretoria, von Pretoria nach Nelspruit und von Pretoria zu den Viktoria-Wasserfällen nach Simbabwe reisen.


Das afrikanische Pendant zum Orient Express ist die Rovos Rail, die in Pretoria startet und verschiedene Ziele wie etwa Kapstadt oder den Krüger Nationalpark ansteuert. Die wunderbar restaurierten, originalen Waggons aus den 1920er Jahren befördern maximal 40 Reisende. Im – zugegeben recht hohen – Reisepreis sind Ausflüge und Safaris bereits enthalten.

Sehr empfehlenswert sind auch die Fahrten mit dem Magaliesberg Express, der von Johannesburg in Richtung Magaliesberge fährt, dem Banana Express, der ab Port Shepstone durch alte Bananen- und Zuckerrohrplantagen fährt, und dem Apple Express, der jedes Jahr nur für kurze Zeit (8.12.-5.1.) ab Port Elisabeth abfährt.

Als Geheimtipp gilt immer noch ein bisschen der Outeniqua Choo-Tjoe. Dabei handelt es sich nicht um einen Luxuszug, sondern um einen ganz normalen Vorortszug, der allerdings entlang der Garden Route verkehrt und so manche Panoramafahrt mit einem Reisebus ersetzt.

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