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Bloemfontein

Als der Voortrekker Brits 1840 auf dem Land der Sothos ankam, beschloss er, seine Farm an einer über und über mit Wildblumen bewachsenen Quelle aufzubauen, die er folgerichtig Bloemfontein nannte. Bis dahin war das Land bei den Sothos als Mangaung, das „Land der Geparden“, bekannt. Die Geparden gibt es heute höchstens noch im Zoo von Bloemfontein, wo u.a. auch Tiere wie der Liger, ein Hybride aus afrikanischem Löwen und bengalischem Tiger, zu Hause sind. Die Blumen aber sind auch heute noch das Wahrzeichen der Stadt in der Mitte Südafrikas: An allen Ecken, vor allem aber im zentral gelegenen Kings Park, blühen mehr als 4000 Rosensorten und locken jedes Jahr im Oktober Rosenliebhaber aus aller Welt zum Bloemfontein Rose Festival an. Übrigens: Schirmherr bei der Eröffnung des Parks 1925 war der damalige Prince of Wales.

Bloemfontein

Bloemfontein ©iStockphoto/THEGIFT777

Gleich nebenan, im President Swart Park, befindet sich neben einem Schwimmbad, Spiel- und Sportplätzen und einem Campingplatz auch das Free State Stadium. Eigentlich dient der Sportkomplex verschiedenen Schulen, der Universität und nicht zu vergessen diversen Rugby-Clubs als Trainings- und Turnierplatz. Im Jahr 2010 wird das bis dahin etwas ausgebaute Free State Stadium aber auch einer der Austragungsorte der FIFA Fußball-WM sein.

Abgesehen von einigen wenigen historischen Gebäuden, die im krassen Gegensatz zum eigentlich modernen Stadtbild mit einem schachbrettartigen Grundriss stehen, hat Bloemfontein relativ wenig Sehenswertes zu bieten. Lediglich die relativ neue „Waterfront“ mit einigen gute Restaurants und Shops und der Naval Hill laden zum längeren Verweilen ein. Auf dem Naval Hill, einem Hügel in der Stadt, leben u.a. Giraffen, Strauße und Antilopen. Ein Aufstieg lohnt sich auch aufgrund des Ausblicks über die Stadt, den man von dort genießen kann. Am Fuße des Naval Hills befindet sich die größte Orchideensammlung Südafrikas in einer Miniaturlandschaft.

Übrigens: Der wohl bekannteste Sohn der Stadt ist J.R.R. Tolkien, der Autor der Herr der Ringe-Trilogie. Ob er sich von den heißen Sommertemperaturen in Bloemfontein zur Beschreibung von Mordor hat inspirieren lassen, ist jedoch nicht überliefert.

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