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Tauchen in Südafrika

Auch für Taucher zeigt sich das Land am Südzipfel des afrikanischen Kontinents von seiner besten Seite. Genau vor der Küste trifft nämlich der kalte Benguela-Strom aus antarktischen Gefilden auf den warmen Agulhas-Strom, der an der Ostküste entlang fließt. Das Ergebnis ist eine einzigartige, unglaublich artenreiche Unterwasserwelt, die zu den besten Tauchplätzen der Welt gehört.

Tauchen in Südafrika

Tauchen in Südafrika ©iStockphoto/PetrVostrovsky

In vielen der Tauchgebiete gibt es Angebote, an einer geführten Tauchsafari teilzunehmen, die angesichts der vielen Riffs, Höhlen, Überhänge und Tunnel eine gute Möglichkeit bieten, das Unterwasser-Südafrika auf sichere Weise für sich zu entdecken. Große Anziehungskraft haben die zahlreichen Wracks, die aufgrund von Stürmen, Nebel oder menschlichem Versagen vor dem Kap der guten Hoffnung auf Grund gingen. Eine Besonderheit ist in diesem Zusammenhang die Cape Peninsula Historical Shipwreck Route, ein Pilotprojekt, das zu den interessantesten Wracks der Gegend führt und an Land Informationen zu den gesunkenen Schiffen gibt.

Wer abgesehen von Wracks und Höhlen ein bisschen mehr Abenteuer will, taucht vor Hermanus. Dort versammeln sich alljährlich unzählige Wale, dort zu tauchen ist dann ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Mehr Spannung bietet nur ein Tauchgang vor Gansbaai, etwa zwei Stunden von Kapstadt entfernt. In einem schmalen Kanal zwischen zwei Inseln vor der Gansbaai-Küste, auch Shark Alley genannt, entdeckt man sie nämlich besonders gut, die gefürchteten Weißen Haie. Vor allem zwischen April bis Oktober, im südafrikanischen Winter also, liegen die Chancen, die beeindruckenden Meeresräuber zu erleben, sehr hoch. Allerdings sollte man die Ratschläge lokaler Tauchbasen berücksichtigen und am besten in einem Stahlkäfig abtauchen, wenn Haie in Sicht sind: Die Tiere sind zwar nicht prinzipiell aggressiv, aber die Sicherheit des Tauchers sollte stets Vorrang vor dem Abenteuer haben. Beim Haitauchen befinden sich die Taucher in einem sehr stabilen Stahlkäfig, der bis etwa drei Meter unter die Wasseroberfläche herabgelassen wird. Allerdings bedarf es schon einiger Taucherfahrung, um sich auf so engem Raum unter Wasser gefahrlos bewegen zu können. Ebenfalls mit Haien, aber unter kontrollierteren Bedingungen lässt sich im Two Oceans Aquarium in Kapstadt tauchen.

Übrigens: Wer angesichts der riesigen, furchteinflößenden Tiere eher auf dem Trockenen bleiben, sie aber dennoch beobachten möchte, kann auch an einer Haifütterung teilnehmen. Dabei werden Lockmittel, meist Fische und Fischabfälle, von einem Boot aus ins Meer geschüttet und meist innerhalb weniger Minuten finden sich die ersten Haie zum Festmahl ein.

Neben Tauchern bietet Südafrika aber auch für Schnorchler paradiesische Bedingungen: Bereits in geringen Tiefen findet man Korallen und Schildkröten und unzählige andere Meeresbewohner aller Formen, Farben und Größen. Mit etwas Glück stößt man auch auf eine Gruppe Delfine oder auf Seehunde. Die verspielten Tiere sind meist sehr neugierig und kommen Tauchern häufig auch so nah, dass man mit ihnen schwimmen kann.

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