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Mietwagen in Südafrika

Der große Vorteil eines Mietwagens ist es, dass man sich damit wirklich vollkommen unabhängig von Mitreisenden, Abfahrtszeiten und dergleichen bewegen kann. Gerade in Südafrika ist das ein enormer Vorteil, weil gerade auf den Nebenstrecken so manches faszinierende Fleckchen zu entdecken ist. Entschließt man sich nun, ein Fahrzeug für einen bestimmten Zeitraum zu mieten, sollte man wie in jedem Land einige wichtige Dinge überprüfen, bevor man den Wagen schlussendlich in Empfang nimmt. Wichtig ist zum Beispiel immer, dass die Scheiben keine Kratzer oder Risse aufweisen und dass die Karosserie keine offensichtlichen Schäden aufweist. Sehr wichtig, vor allem wenn man auch mal die eine oder andere Nebenstrecke befahren möchte, sind die Existenz und der Zustand des Reserverads. Ist man sich sicher, dass es über Schotterpisten gehen soll, ist ein zweites Reserverad sinnvoll. Auch Wagenheber, Radkreuz und Verbandskasten gehören unbedingt in den Kofferraum.

Mietwagen in Südafrika

Mietwagen in Südafrika ©iStockphoto/Nikki Bidgood

Ein besonderes Extra, für das Sie aber dankbar sein werden, sind Klimaanlage und Automatik – schließlich dürfte es etwas gewöhnungsbedürftig werden, auf der linken Seite zu fahren und dabei bei brütender Hitze nicht nur auf den gerade in Innenstädten chaotischen Verkehr zu achten, sondern dabei auch noch mit der linken Hand zu schalten.

Die Übernahme eines Fahrzeugs erfolgt meist am Flughafen, da dort auch die großen Verleiher sitzen. Abzuraten ist von einer Fahrzeugübernahme von privat, wenn keine Beschreibung des Abholortes vorliegt. Vor dem Start sollte man unbedingt einen Reservekanister mit Treibstoff und einen Kanister Wasser für den Kühler verladen. Macht der Wagen bei einer kleinen Proberunde einen guten Eindruck und befinden sich alle wichtigen Papiere im Handschuhfach, steht dem unbegrenzten Fahrspaß auf Südafrikas Straßen nichts mehr im Weg.

Obwohl, ganz so unbegrenzt ist der Fahrspaß leider doch nicht: auf Schnellstraßen sind maximal 120 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und in Ortschaften maximal 60 km/h erlaubt. An die Geschwindigkeitsbegrenzungen sollte man sich auch wirklich halten. Zum einen gibt es sehr viele Blitzer und Verkehrskontrollen, andererseits laufen gerade auf Nebenstrecken häufig Menschen oder Tiere über die Fahrbahn oder am Rand entlang und stellen so ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Übrigens: Blitzt eine Lichthupe auf der Gegenfahrbahn einmal auf, ist das meist ein Hinweis darauf, dass in einigen Metern Entfernung die nächste Kontrolle auf Sie wartet.

Die Nationalstraßen Südafrikas, gekennzeichnet mit einem N, sind in sehr gutem Zustand und bilden die Hauptverkehrsadern des Landes. Sehen Sie auf solch einer Straße das Zeichen „Toll route“, so bedeutet das, dass hier ein gebührenpflichtiger Abschnitt verläuft. Größere Nebenstraßen sind mit einem R gekennzeichnet, Landstraßen tragen die Bezeichnung S für Sand oder D für Dirt (Schmutz, Schotter). Apropos Schmutz: Gerade in Städten kann es vorkommen, dass ein Einwohner Ihren Wagen für so schmutzig hält, dass er ihn ohne zu fragen wäscht – gegen einen kleinen Obolus natürlich. Prinzipiell liegt es aber in Ihrer Hand, ob sie diese Dienstleistung honorieren. Gleiches gilt auch für selbsternannte Parkwächter, die eine beim Parken Bewachungsgebühr fordern.

Um ein Auto mieten zu können benötigt man den internationalen Führerschein. Auch wenn er nicht immer beim Vermieter verlangt wird, spätestens bei einem Unfall wird er notwendig. Tipp: Ein freundlicher Helfer zu jeder Zeit ist der südafrikanische Automobilclub (AA), der durchaus mit dem deutschen ADAC vergleichbar ist. Wenn Sie ADAC-Mitglied sind, nehmen Sie unbedingt Ihre Mitgliedskarte mit – mit der sind Sie nämlich zur Inanspruchnahme wichtiger Services des AA berechtigt.

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