Fußball WM 2010
Das Jahr 2006 war für viele Menschen ein Sommermärchen: Fußballfans aus aller Welt trafen sich in Deutschland, um zusammen die Erfolge "ihrer" Mannschaft zu feiern - und schwärmten noch lange danach von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit ihrer Gastgeber. Neben einem Imagegewinn erzielte die WM 2006 auch einen positiven ökonomischen Effekt: Die Kaufkraft stieg, mehr Arbeitsplätze wurden geschaffen, dem positiven Image folgten Mehreinnahmen in Milliardenhöhe, unter anderem auch im Tourismus.
Dieser Effekt wäre auch Südafrika, dem fußballverrückten Land am Kap und nächstem Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft der Herren, zu wünschen. Erstmals wird die WM auf afrikanischem Boden ausgetragen. Der Grund dafür liegt im Rotationsprinzip der FIFA: Für die WM 2010 durften sich ausschließlich afrikanische Länder bewerben. Südafrika stach dabei Mitbewerber wie Ägypten und Marokko aus. Am 11. Juni 2010 heißt es nun Anpfiff und Daumen drücken im FNB-Stadion in Johannesburg. Bis zur WM soll das Stadion wie an einigen anderen Orten auch modernisiert und überdacht werden. Aber genau hier sehen FIFA-Experten noch Probleme: Die südafrikanischen Verantwortlichen der WM investierten bisher eher in Sicherheitsvorkehrungen und Übernachtungsmöglichkeiten als in Infrastruktur und Spielstätten. Viele der Austragungsorte - Johannesburg, Durban, Kapstadt, Pretoria, Port Elisabeth, Nelspruit, Bloemfontein, Polokwane und Rustenburg - verfügen bisher über nicht ausreichend ausgebaute Stadien, drei Stadien befinden sich noch im Aufbau. Ein weiterer Kritikpunkt ist die mancherorts mangelnde Sicherheit im Land. Bis 2010 alles zur Zufriedenheit der FIFA fertiggestellt zu haben ist ein unglaublicher Kraftakt. Aber bis es soweit ist, bleibt den deutschen Fußball-Fans noch der Fussball Live Stream.
Die Fußball WM 2010 ist für Südafrika jedoch eine riesige Chance, Millionen oder gar Milliarden Zuschauer in den Stadien und an den Fernsehgeräten davon zu überzeugen, dass in diesem Land internationale Veranstaltungen und Reisen ungefährlich und ja, auch phantastisch organisiert sind. Der positive Effekt, der somit erzielt werden kann, wiegt die Investitionen, die bis dahin notwendig sind, bei Weitem auf. Drücken wir also die Daumen, dass sich bis dahin die Sicherheitslage stabilisieren lässt, die Unterkünfte fertiggestellt, die Stadien ausgebaut werden können. Damit es im Jahr 2010 heißen kann: Ke Nako. Celebrate Africa's Humanity - Es ist Zeit, Afrikas Menschlichkeit zu feiern.